Eine Pariser Brotverkäuferin des Frühmittelalters - Schürze, gegürtete Tunika, ein Korb mit dichten Roggenbroten auf der Hüfte, während sie den Tagespreis ausruft. Epoche: Frühmittelalter, ca. 500-1000 n. Chr..
Brot war im merowingischen und karolingischen Paris eine tägliche Ware, gebacken in Gemeinschaftsöfen (furnus) und in gestapelten Körben zum Markt getragen. Die Verkäuferin - oft die Frau des Bäckers, sein Sohn oder ein angeheuerter Laufbursche - war der erste Kontakt, den ein Kunde an einem Markttag hatte. Diese Figur ist mitten im Ausrufen: das Gewicht auf einem Fuß, der Korb fest an der Hüfte, die Schürze zerknittert, die Brote am Korbrand sichtbar. Die Haltung ist lebendig, keine steife Museumspose.
Bemalungstipps
- Tunika: ungefärbte Wolle, Sepia-Wash.
- Schürze: dunkler, mit mehligen Highlights an Hüfte und Brust.
- Korb: warmes Hellbraun mit Sepia-Wash im Geflecht.
- Brote: dunkle Kruste, oben heller mit Mehl bestäubt.
Historische Quellen & weiterführende Literatur
- Karolingisches Kapitular über Brotgewichte
- Frühmittelalterliche Bäckereifunde aus der Île-de-France
⚠ Kleinteile. Nicht geeignet für Kinder unter 14 Jahren.























